Ophthalmologie
Umfassende Glaukomdiagnostik
Die Messung des Augeninnendrucks allein ist keine gute Methode zur Feststellung eines Glaukoms. Bei der Hälfte der Patienten mit POWG liegt der Augeninnendruck im Normalbereich, und die meisten Patienten mit erhöhtem Druck (22 mm Hg oder mehr) entwickeln kein Glaukom.
Zur genauen Diagnose eines Glaukoms sind Untersuchungen erforderlich, die über das hinausgehen, was normalerweise in der Primärversorgung durchgeführt wird, etwa die Messung des Augeninnendrucks, die stereoskopische Untersuchung des Sehnervs und formale Gesichtsfeldtests. Die Untersuchungen werden im Laufe der Zeit wiederholt, um den Verlust von retinalen Nervenfasern und die Entwicklung von Skotomen (Gesichtsfeldausfälle) zu überprüfen.
Diagnostischer Ansatz2:
Ein Glaukom kann frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden, was den Krankheitsverlauf verlangsamt und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert. Die derzeitigen „Goldstandards“ für die Glaukomdiagnose sind die Beurteilung des Sehnervenkopfes (zur Überwachung struktureller Veränderungen) und die standardmäßige achromatische (Weiß-auf-Weiß-) Perimetrie (zur Überwachung funktioneller Veränderungen). In jüngster Zeit wurden mehrere Diagnosetechniken (siehe unten) für die Frühdiagnose und das Fortschreiten des Glaukoms entwickelt.
- Heidelberger Retina Tomographie (HRT)
- Optische Kohärenztomographie (OCT)
- Scanning-Laser-Polarimetrie
- Frequenzverdopplungstechnologie (FDT)
- Automatisierte Blau-Gelb-Perimetrie
Es wurde berichtet, dass die oben genannten Diagnosegeräte glaukomatöse Schäden erkennen können. Einigen Forschungsergebnissen zufolge kann die HRT Schäden früher erkennen als die klinische Beurteilung oder die Fundusbildgebung. Es wurde jedoch kein detaillierter Bericht veröffentlicht, in dem deren Genauigkeit mit der des Referenzstandards verglichen wurde.
Referenzen:
- Gupta D, Chen PP. Glaucoma. Am Fam Physician. 2016 Apr 15;93(8):668-74. PMID: 27175839.
- Ahmed S, Khan Z, Si F, et al. Summary of Glaucoma Diagnostic Testing Accuracy: An Evidence-Based Meta-Analysis [published correction appears in J Clin Med Res. 2017 Mar;9(3):231]. J Clin Med Res. 2016;8(9):641-649. doi:10.14740/jocmr2643w
AT-NON-2024-00011-2026-06
